- Verein
- Geschichte
Am 11.01.1920 hatten sich Bürger zusammengefunden, um eine Feuerwehr zu gründen. Von den 47 Gründungsmitgliedern wurde Herr Alois Böhmer als Vorstand gewählt. Durch das treue, kameradschaftliche Zusammenhelfen waren bald die notwendigsten Löschgeräte beschafft.
Bereits am 20.05.1920 musste bei einem Blockhausbrand in der Gröbenbachstraße gelöscht werden. Als Haupt- mann wurde Herr Hans Schriker, als Adjutant, Herr Josef Kneißl gewählt
Am 14.05.1922 konnte sich die unsere Feuerwehr eine neue Fahne beschaffen, die durch Herrn Kaplan Huber in Anwesenheit zahlreicher Vereine in der kleinen gröbenzeller Kirche geweiht wurde.
Am 23.01.1926 konnte sich die stetig wachsende Feuerwehr bereits eine neue Motorspritze kaufen - eine der ersten im Landkreis Fürstenfeldbruck. Diese bewährte sich bei vielen Großbränden, aber auch kleinen Einsätzen.
Im Jahre 1927 wurde ein neues Feuerwehrhaus errichtet, um alle Geräte und Ausrüstungsgegenstände unterbringen zu können. Aufgrund der immer größer werdenden Bauten in Gröbenzell war ferner die Anschaffung einer fahrbaren Drehleiter notwendig geworden.
Mit Unterstützung des Interessenvereines konnte dann 1936 diese Leiter beschafft werden. Im gleichen Jahr jedoch kam durch den Erlass des Innenministeriums zur Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr Gröbenzell. Die Funktion der Feuerwehr wurde ab diesem Zeitpunkt von der Feuerschutzpolizei übernommen. der Bezirksoberbrandmeister, Herr Kerle, wurde 1936 zum Bezirksbrandinspektor ernannt.
Während des Krieges musste die Feuerwehr Gröbenzell auch zahlreiche Einsätze in München bewältigen. Schriftliche Unterlagen über diesen Zeitraum liegen uns leider nicht vor. Als im Jahre 1945 der Krieg zu Ende war, kamen viele Kameraden nicht mehr zurück.
1946 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gröbenzell wieder in Dienst gestellt, wobei die Führungsriege aus folgenden Personen bestand:
Vorstand: Josef Emmerdinger,
Kommandant: Alois Fischbacher,
Adjutant: Josef Dieing,
Schriftführer: Wilhelm Ockum,
Kassier: Ludwig Mair.
Durch die zahlreichen Einsätze in München waren die Geräte abgenutzt und annährernd unbrauchbar geworden. Zudem wollten viele Feuerwehrmänner keine Uniform mehr tragen und es herrschte ein Mangel an Freiwilligen Kräften und Ausrüstungsgegenständen. Die damalige Muttergemeinde Olching konnte finanziell nur wenig zur Ausrüstung beitragen. Dies war eine schwere Zeit für die Feuerwehr Gröbenzell, da man wegen des Wassermangels teilweise 400m - 600m Schlauch verlegen musste, um einen Brand unter Kontrolle zu bekommen.
Am 1.08.1952 feierte Gröbenzell das große Fest der Gemeindeerhebung. Die Feuerwehr wurde durch das Handeln des Gemeinderates bald besser ausgestattet, es wurden neue Schläuche beschafft, ein Hydrantenwagen beschafft und eine Wasserleitung verbaut.
1959 wurde ein Opel LF8 gekauft.
1963 wurde ein Ford TSF und ein VW Mannschaftswagen beschafft.
1972 wurden zwei Funkgeräte angeschafft und die Alarmauslösung über Funk eingeführt. Diese Technik wird bis heute eingesetzt.
1974 wurde das neue, modernere Feuerwehrhaus an der Wildmoosstrasse bezogen, da das alte Gerätehaus aus dem Jahre 1927 den Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Gleichfalls musste 1976 der Opel LF8 ersetzt werden. Es gelang, ein von der Berufsfeuerwehr München gebrauchtes LF16 zu erwerben. Jedes Jahr wurden Leistungsprüfungen abgelegt, um die Einsatzbereitschaft weiter zu verbessern, immer nach dem Grundsatz:
"Gott zur Ehr´- Dem Nächsten zur Wehr"
oder frei nach dem Motto
"Einer für Alle - Alle für Einen"
Im Laufe der Jahre wuchs der Fuhrpark der Feuerwehr Gröbenzell immer weiter heran, um den verschiedenen Einsätzsituationen gerecht zu werden. Als sechstes Fahrzeug wurde 1998 die Drehleiter DLK 23/12 angeschafft. Auch die Jugendarbeit konnte verbessert werden. So verfügt die Jugendgruppe derzeit über 17 Mitglieder.
